Das erste Etappenziel oder ‚Hallo mein Name ist Zukunft und wer sind Sie?‘


Bloggst du noch oder liest du schon?


Gestern hat Bloggerin Anja auf ihrem liebevoll gestalteten Portal Inspirisiert ein neues Lebenstraum-Interview veröffentlicht. Mittelpunkt ihres Blogs war mein ‚Federleicht‘-Projekt und natürlich in diesem Zusammenhang auch meine Wenigkeit. Aus diesem Grund und auch ein bisschen inspiriert von „Inspirisiert“ möchte ich heute in meinem Freitagsblog ein Thema behandeln, das jeden Einzelnen von uns auf die ein oder andere Art beschäftigt und sogar Autoren (z.B.: Marie Graßhoff – Kernstaub) dazu verleitet hat ganze Romane darüber zu schreiben.


...und über allem steht ein Anfang


Unsere Geburt markiert unseren Lebensstart. Wir wissen noch nicht wer wir sind, wer wir einmal sein wollen und wer wir schließlich einmal wirklich werden. Einschneidende Erlebnisse, plötzliche Schicksalsschläge oder neue Herausforderungen formen uns im fortlaufenden und vor allem unaufhaltsamen Wandel der Zeit. Wir werden älter, manchmal reifer, manchmal klüger und manchmal bleiben wir auch einfach auf der Stelle stehen. Vielleicht weil uns der Platz so gut gefällt, vielleicht weil wir Angst haben einen Schritt weiterzugehen oder vielleicht weil wir denken: ‚mehr geht nicht‘. 

Wer bin ich und was treibt mich an?


Vermutlich fragen wir uns alle irgendwann einmal: ‚Wohin geht meine Reise?‘ und ‚Gefällt es mir dort überhaupt, wo ich letztendlich ankomme?‘. In meinem Lebenstraum-Interview mit Anja habe ich genau diese Fragen im Hinterkopf gehabt und stellenweise gemerkt, dass ich noch keine richtigen Antworten gefunden habe. Zwar ist ‚Federleicht‘ das erste Etappenziel nach einem langen und vor allem steinigen Weg, aber was wartet da noch auf mich? Werde ich mit einem Lächeln über die Ziellinie laufen und rückblickend feststellen: ‚Jap, alles richtig gemacht.‘? Die Frage nach dem ‚Wer bin ich?‘ beschäftigt uns wohl so lange, bis wir endlich gefunden haben, was unsere unermüdliche Suche angetrieben hat. Manche finden ihre Erfüllung im Job, manche in einer Beziehung, manche in einem Hobby oder im Freundeskreis.


Im Gespräch mit Inspirisiert-Bloggerin Anja


…und weil es so schön war mit der lieben Anja und weil mir ihre Texte so unheimlich gut gefallen, habe ich heute Morgen den Spieß einfach mal umgedreht und der Bloggerin 6 knackige Fragen zum Thema ‚Wer bin ich und was treibt mich an?‘ gestellt, die mich schlichtweg nach unserem Interview interessiert haben.


Ein inspir(is)ierendes Interview


Liebe Anja, erst mal vielen, vielen Dank für das tolle Interview und deine ganz lieben Worte! Aber jetzt erzähl mal, wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen die Lebensträume von anderen Menschen auf deinem Blog zu präsentieren?


Meinen Blog inspirisiert. gibt es eigentlich schon länger. Vor meinem Relaunch im März dieses Jahres war er so eine Art persönliches Tagebuch. Aber irgendwie hat mir das nicht gereicht. Ich wollte mehr machen, ich wollte Menschen erreichen und ihnen mit meinem Blog etwas Nützliches bieten.
Der Auslöser für die Idee mit den Lebensträumen war meine Cousine und ihr frisch gegründeter
Dawanda-Shop Owlsome. Ich fand die Idee aus Schmuck Lesezeichen zu machen so großartig, dass ich Katha unbedingt unterstützen wollte. Also habe ich ein Interview für sie konzipiert und auf meinem Blog veröffentlicht. Mir ist dann der Gedanke gekommen, dass meine Cousine sicherlich nicht die Einzige mit einem großartigen, aber noch unverwirklichtem Lebenstraum ist. Warum also nicht auch anderen Träumern (mich selbst eingeschlossen) die Möglichkeit geben, ihren Lebenstraum an die Öffentlichkeit zu bringen? So war die Idee geboren und ich habe mich an meinen Blog-Relaunch gewagt, mit dem Ziel eine umfassende Plattform für Lebensträumer zu schaffen.


Die treibende Kraft der Motivation


Kann man sagen, dass es für dich eine Motivation ist von anderen Lebensträume und deren Verwirklichung zu schreiben? Vielleicht auch ein eigener Antrieb es selbst irgendwann zu wagen?


Auf jeden Fall! Ich finde es unglaublich motivierend die Lebensträume anderer Menschen kennen zulernen. Dabei konnte ich bisher aus jedem Einzelnen etwas Nützliches für mich selbst herausziehen. Ich hoffe natürlich, dass es meinen Lesern genau so geht.
Ich finde es außerdem faszinierend, wie unterschiedlich die Konzepte doch sind, die hinter jedem Lebenstraum stecken. So überrascht es mich z.B. immer wieder wie facettenreich der Traum vom „Schreiben“ ist! Auf inspirisiert. gibt es bereits 3 Interviews dazu (
Anna Fricke, Marie Graßhoff und Federleicht), die vollkommen unterschiedlich sind. Und weißt du, was ich daraus gelernt habe? Die Gefahr, dass der eigene Lebenstraum nur eine Kopie eines schon Verwirklichten ist, ist gleich null. Jeder Traum ist im Kern einzigartig und hat das Potential zur Verwirklichung.


Die individuelle Bedeutung der Freiheit


Als ich das erste Mal auf deinem Blog war, habe ich mir natürlich auch deinen Gewinnerbeitrag zum Thema ‚Freiheit‘ durchgelesen und muss dir erst mal ein Kompliment dafür aussprechen. Ich kann deine Worte sehr gut nachempfinden und muss dich daher einfach fragen: Wie steht du heute zu dem Thema ‚Freiheit‘? Vor allem im Hinblick auf unser Interview, weil die Thematik auch dort eine große Rolle spielt.


Danke für das liebe Kompliment! J
Ich glaube, dass „Freiheit“ eine sehr individuelle Angelegenheit ist. Das finde ich furchtbar spannend, weshalb es auch in jedem meiner Interviews eine Frage zu diesem Thema gibt. Die bisherigen Antworten bestätigen meinen Eindruck:
„Freiheit ist am Meer sitzen“, „Freiheit ist Schreiben“ oder „Freiheit ist Genießen“, sind nur einige der Antworten, die ich bekommen habe.
Mit meiner Essay-These „Freiheit ist Leben“ liege ich also gar nicht so falsch, man könnte das vielleicht als übergeordnetes Prinzip ansehen.
Für mich persönlich ist Freiheit die Grundlage eines selbstbestimmten, zufriedenen Lebens. Wenn ich von Pflichten, Zwängen, überholten Beziehungen und frustrierenden Jobs eingeengt werde, dann bin ich gar nicht in der Lage mir so ein Leben aufzubauen. Dann muss ich mich zunächst mal durch den ganzen angehäuften 'Lebensmüll' wühlen um Platz zu machen. Ich muss meine Freiheit (wieder-)finden. Erst dann habe ich die Möglichkeit mich selbst zu verwirklichen.


Dein eigener Lebenstraum


Was steht für dich noch in der Zukunft an, um deinen eigenen Lebenstraum zu verwirklichen?


Mein eigener Lebenstraum ist das Schreiben. Ich möchte vom Schreiben leben können, als Bloggerin und Autorin selbstständig sein und ortsunabhängig arbeiten. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist auf jeden Fall mein Blog. Der soll auch in Zukunft fleißig wachsen und gedeihen. Zu diesem Zweck muss ich mir noch einiges an Wissen über das richtige Marketing oder die öde Suchmaschinenoptimierung aneignen. Außerdem möchte ich in absehbarer Zeit einen kleinen Online-Kurs mit dem Namen „30 Tage frei“ einrichten. Der wird exklusiv für Newsletter-Abonnenten zu haben sein und jeden Tag eine spezielle Aufgabe beinhalten.
Auf längere Sicht ist da natürlich der große Schritt in die Freiberuflertätigkeit. Leider kenne ich mich diesbezüglich noch überhaupt nicht aus, vor allem das Thema Finanzen und Buchhaltung ist für mich noch ein Buch mit sieben Siegeln.


Im Rückspiegel der Zeit


Hast du schon etwas bereut, was du getan hast oder hast du bereut etwas nicht getan zu haben?


Ich habe mir im Laufe der Zeit die Einstellung angeeignet, dass alles, was mir passiert, das Beste für mich ist. Das heißt auch, dass jede Wahl, die ich in meinem Leben getroffen habe, die Wichtige war. Das mag eine etwas kuriose Einstellung sein, aber diese Denkweise hat mein Leben wirklich bereichert! Die eigene Zeit mit Reue zu verschwenden, führt ja doch nirgendwo hin.
Also bereue ich nicht, dass ich nach meinem Studium in der Wissenschaft geblieben bin, obwohl ich heute weiß, dass ein Leben in der Forschung nicht zu mir passt. Und ich bereue keineswegs, dass ich mich nicht schon früher um die Verwirklichung meines Lebenstraums gekümmert habe. Sicher hätte ich schon längst einmal ein Praktikum in einer Redaktion absolvieren oder einen Verlag kontaktieren können. Wahrscheinlich wäre ich dann heute schon viel weiter als ich es jetzt bin. Aber ich hatte damals eben andere Prioritäten. Meine damalige Beziehung und das idyllische Familienleben waren für mich das Allerwichtigste. Obwohl ich heute ganz bestimmt nicht mehr dahin zurück möchte, war es damals genau das, was ich brauchte.


Und zum Schluss


Wenn du drei Dinge sofort an dir ändern könntest, welche drei Dinge wären das?


Eigentlich sollte ich auch hier konsequenterweise sagen, dass es nichts gibt, was ich an mir ändern wollen würde. Aber wenn ich ehrlich bin, fällt mir da schon das Eine oder Andere ein…

1.      Ich wäre gerne disziplinierter:
Viel zu oft nehme ich mir vor weniger Zeit bei Facebook zu verbringen, die Schokolade einfach mal Schokolade sein zu lassen oder mich endlich mit den Grundprinzipien des Freiberuflertums auseinanderzusetzen. Wie gesagt – ich nehme mir das sehr oft vor…

2.      Ich wäre gerne bedingungslos zufrieden mit meiner Figur:
Ich will eigentlich immer abnehmen. Ich kann mich nicht erinnern jemals zufrieden mit meinem Körper gewesen zu sein. Ich weiß nicht, ist das der Fluch der heutigen Gesellschaft?

3.      Ich würde gerne mehr im Hier und Jetzt leben:
Mein Gedankenkarussell dreht sich quasi ununterbrochen. Ich denke ständig über irgendetwas nach, das in der Zukunft liegt (wann gibt es endlich wieder Schokolade?) und kann ganz schwer einfach nur mal „sein“. Dabei liegt genau darin doch der ultimative Glücksmoment: Zufrieden sein im Hier und Jetzt.


Vielen lieben Dank für deine Zeit und den Mut auch mir einmal ganz ehrlich Rede und Antwort zu stehen. Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück auf deinem weiteren Weg und drücke dir ganz fest die Däumchen falls du dich irgendwann auch in den Kreis der Freiberufler begibst ;) Wenn ihr auch einen Lebenstraum habt und diesen mit der Welt teilen wollt, meldet euch doch bei Anja auf Inspirisiert.


Die Einzigartigkeit unseres Seins


Auch wenn ich so gar nicht philosophisch veranlagt bin, was einem sehr mysteriösen Zusatzkurs während meiner Unizeit geschuldet ist, bleibt wohl festzuhalten, dass wir alle stetig auf der Suche nach Uns selbst sind. Die ewige Fragerei nach ‚Was wäre wenn‘ und ‚Hätte, Würde, Könnte…‘ zermürbt uns auf Dauer. Manchmal neigen wir dazu die Dinge, die uns Schlaf, Kraft und Motivation rauben, zu zerdenken und verlieren dabei den Blick für das Wesentliche. Vielleicht ist es daher einfacher sich schlicht und ergreifend treiben zu lassen, um eventuell an genau dem Ort zu landen, wo Herz, Seele und Verstand  in vollkommener Zufriedenheit vereint sind. 

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