Filmkritik „The Dark Knight rises“ oder sind wir nicht alle ein bisschen Batman? 

 

Was rundet einen Sonntagabend perfekt ab?

 

Pizza mit doppelt Käse, Kuscheln mit dem liebsten Herzmenschen auf der Couch und dazu ein spannendes, fesselndes Abendprogramm. Damit meine ich jetzt nicht die ‚Fifty Shades of Grey-Version‘, sondern vielmehr einen verdammt guten Blockbuster zur Prime Time. Schon als ich klein war, habe ich viel lieber mit meinem jüngeren Bruder Batman& Co vergöttert als Sailor Moon, Barbie oder rosa Einhörner. Daher ist es wohl auch kein Wunder, dass mein gestriges Abendprogramm mit einer weltberühmten Fledermaus ausgefüllt wurde.

 

Sympathischer Antiheld, geniale Sidekicks und ein grandioser Bösewicht

 

Mit „The Dark Knight rises“ als finaler Paukenschlag der Batman-Triologie hat sich Christopher Nolan wohl selbst übertroffen. Setting ist natürlich wie immer Gotham City. 8 Jahre sind seit Harvey Dent’s Tod in „The Dark Knight“ vergangen und die Stadt wirkt auf den ersten Blick beinahe sicher. Batman ist als Sündenbock und Staatsfeind Nummer Eins in der Versenkung verschwunden, Bruce Wayne lebt in seinem selbst auferlegten Exil zurückgezogen auf Wayne Manor und Commissioner Gordon verzweifelt an seinem eigenen Lügengebilde.

 

DOCH es zieht ein Sturm auf…

 

Dieser Sturm nennt sich Bane und wirkt vom ersten Auftritt, gleich zu Beginn des Films, wie ein unberechenbarer Tornado. War der Joker im Vorgänger „The Dark Knight“ kaum an Wahnsinn zu überbieten, so setzt Bane noch einen drauf. Bei einer CIA-Operation in Usbekistan inszeniert der terroristische Söldner einen Flugzeugabsturz, bei dem alle Passagiere ums Leben kommen, ausgenommen er selbst und der Atomphysiker Dr. Leonid Pavel. Sein Ziel: Terror, Schrecken und Angst. Sein Zielort: Gotham City. Seine Zielgruppe: Die Bevölkerung, die Polizei und natürlich Batman.

 

Alte Bekannte und neue Gesichter

 

Neben alten Bekannten wie Alfred Pennyworth (Michael Caine), Lucius Fox (Morgan Freeman) und Scarecrow (Cillian Murphy), tauchen neue Gesichter auf. Anne Hathaway verkörpert die Rolle der Selina Kyle alias Catwomen auf sehr elegante und verführerische Weise ohne dabei jedoch ins Absurde zu geraten. Die Verkörperung des terroristischen Söldners Bane war mit Sicherheit eine Herausforderung für den Schauspieler Tom Hardy und trotzdem scheint die furchteinflößende Maske maßgeschneidert zu sein. Marion Cotillard übernimmt die Rolle der pfiffigen Miranda Tate, dessen Unschuld der Zuschauer sicherlich bis zum Schluss nicht im Ansatz in Frage stellt. Mit der Besetzung von Joseph Gordon-Levitt für die Rolle des Cops John Blake alias Robin hat Christopher Nolan sich selbst einen großen Gefallen getan. Er wirkt derart authentisch in seiner Rolle als moralischer Hoffnungsträger des GPD, dass man selbst an ein Happy End glauben möchte.


Christian Bale, Michael Caine und Gary Oldman harmonieren wie immer bestens mit ihren Rollen. Vom gebrochenen ‚Superhelden‘ bis zum sprichwörtlichen Phönix (oder sollte man hier besser Fledermaus sagen) aus der Asche überzeugt Bale mit einer großartigen, schauspielerischen Leistung. Michael Caine brilliert wieder als liebenswerter Butler Alfred. Allerdings gerät die Beziehung zwischen seinem Master Wayne und ihm in diesem finalen Teil gehörig ins Wanken. Wohingegen Gary Oldman als Commissioner Gordon nicht an der Beziehung zu Batman, sondern an seinen getroffenen Entscheidungen (ver-)zweifelt.  

 

Der Mann hinter den Filmszenen

 

Wer Nolan Filme kennt und mag, weiß, dass er auch im Kassenschlager „Inception“ und in der Roman Verfilmung „Prestige – die Meister der Magie“ für spannende und verzwickte Storylines gesorgt hat.  Mit der Batman-Triologie hat er nun ein in sich schlüssiges Meisterwerk konstruiert. Vom ersten Teil „Batman Begins“, wo Bruce Wayne seine Ausbildung bei Ra’s al Ghul absolviert, bis hin zum „The Dark Knight rises“, in dem deutlich wird welche Konsequenzen der Tod seines ‚Meisters‘ nach sich gezogen hat, ergeben sich hieraus zahlreiche, brillante Einzelszenen mit genialen Dialogen und spannungsreichen Actionszenen.

 

Batman als ewig währende Stilfigur

 

Neben dem Marvel-Helden ‚Spiderman‘ und dem DC Comic Kollegen ‚Superman‘ ist Batman wohl die am häufigsten umgesetzte Kultfigur in Film, Fernsehen und Comic. Nicht zuletzt kann man das gerade anhand der neuen Dienstagabend Pro7 Serie Gotham" beobachten, wobei es sich hierbei eher um die Vorgeschichte der korrupten Stadt und des zukünftigen Commissioners James Gordon dreht. Nicht minder interessant sind aber in diesem Zusammenhang auch die zahlreichen Auftritte von Batman’s späteren Feinden, deren Ursprünge in der Serie genauer beleuchtet werden. Mein persönlicher Geheimtipp für alle Batman-Liebhaber, die nicht genug von Gotham und Bruce Wayne bekommen können und seit dem Ende der Triologie auf dem ‚Trockenen‘ sitzen.

 

WIE GEHT ES JETZT WEITER?

 

Das Finale von The Dark Knight rises" lässt genügend Spielraum für Spekulationen. Zwar sieht man Bruce Wayne gemeinsam mit Selina Kyle in einem Straßencafé in trauter Zweisamkeit sitzen, so wie Butler Alfred es sich für seinen Freund und Zögling gewünscht hat, ABER…


…man sieht auch, wie John Blake alias Robin zum geheimen Unterschlupf von Batman geführt wird. Was wollte uns Nolan damit also sagen? „Batman& Robin begins“? Man darf wohl gespannt bleiben. Abschließend sollte allerdings festgehalten werden, dass die hervorragend umgesetzte Nolan-Batman-Triologie eine Liebeserklärung an die DC Comics ist, nach denen die Fans gelechzt haben.

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Kommentare: 7
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